Ernstfall im Freibad geübt
Gefahrgutgroßübung erfolgreich abgehalten
Gangkofen. Viel Blaulicht war am Dienstagabend im Gangkofener Süden am dortigen Freibad zu sehen. Grund hierfür war eine groß angelegte Gefahrgutübung um für einen hoffentlich nie eintretenden Ernstfall optimal vorbereitet zu sein. Das Szenario der rund zweistündigen Übung forderte neben der Feuerwehr auch den Rettungsdienst, konnte nach zwei Stunden erfolgreich abgearbeitet werden.
Angenommen wurde ein Chlorgasaustritt im Kellergeschoss des Gangkofener Freibads im laufenden Badebetrieb. Dabei wurde eine Person im Keller vermisst, eine weitere Person, welche zu Hilfe kommen wollte, stürzte auf dem Weg in den Keller und benötigte ebenfalls Hilfe. Auch im Außengelände galt es zahlreiche Badegäste in Sicherheit zu bringen.
Als Dozent konnte Hr. Stefan Bürgermeister gewonnen werden. Hr. Bürgermeister ist Wachabteilungsführer bei der Werkfeuerwehr der Wacker Chemie AG in Burghausen. Die Werkfeuerwehr Wacker ist die größte Chemie-Feuerwehr Bayerns und auch Mitglied im TUIS (Transport-Unfall-Informations- und Hilfeleistungssystem der chemischen Industrie) Verband. Bei Schadensfällen, an denen Gefahrstoffe beteiligt sind, kann die Werkfeuerwehr zur Unterstützung angefordert werden. Durch Hr. Bürgermeister konnte ein fundierter Überblick über die wichtigsten Aspekte im Umgang mit Ammoniak vermittelt werden.
Anlässlich der Jahresbesprechung der Einheitsführer im Gefahrgutzug des Landkreises Rottal-Inn wurden vom verantwortlichen Fach-Kreisbrandmeister (FKBM) Heiko Schedlbauer unter anderem verschiedene Veränderungen bekannt gegeben. Ab diesem Jahr ist die Dekontaminationseinheit des BRK Rottal-Inn (CBRN (E)) die in Gangkofen stationiert ist Teil des Gefahrgutzuges der Landkreisfeuerwehren und wird mit diesem auch alarmiert.