21.10.2025 - AMAG empfängt Einsatzkräfte zum Erfahrungsaustausch
Etwa 30 Mitglieder des Gefahrgutzuges Rottal-Inn waren kürzlich zu Gast bei der AMAG Austria Metall AG in Ranshofen. Ziel des Besuchs war es, sich über die Sicherheitsvorkehrungen und den verantwortungsvollen Umgang mit speziellen Stoffen zu informieren. Dabei wurden bewährte Schutzmaßnahmen vorgestellt und das Wissen für mögliche Einsatzsituationen praxisnah vertieft.
Organisiert wurde die Exkursion von Fach-KBM Heiko Schedlbauer. Begrüßt wurden die Teilnehmer durch Abschnitts-Feuerwehrkommandant Johann Treiblmaier vom Abschnitt Braunau. Die Führung übernahm Gerhard Rossmaier, Leiter der Betriebsfeuerwehr der AMAG, gemeinsam mit seinen Stellvertretern.
Im Mittelpunkt stand dabei insbesondere der Transport von Flüssigaluminium, der aufgrund der hohen Temperaturen und Reaktionsfreudigkeit des Materials besondere Sicherheitsvorkehrungen erfordert. Die Teilnehmer konnten die speziell dafür entwickelten Transportbehälter besichtigen und erhielten Einblicke in die Sicherheitskonzepte des Unternehmens.
Darüber hinaus wurde die Betriebsfeuerwehr sowie die Produktion des Werkes vorgestellt. Auch auf die im Betrieb verwendeten Gefahrstoffe und deren sichere Handhabung wurde ausführlich eingegangen.
Der Gefahrgutzug Rottal-Inn besucht jedes Jahr einen Betrieb, in dem mit Gefahrstoffen gearbeitet wird. Diese Fortbildungen sind ein wichtiger Bestandteil der Einsatzvorbereitung – denn im Ernstfall kann die Feuerwehr mit unterschiedlichsten Gefahrensituationen konfrontiert werden.
Am 09. und 10. Oktober 2025 fanden bei der Feuerwehr Pfarrkirchen drei praxisorientierte Schulungsdurchgänge zum sicheren Umgang mit Flüssiggas statt. Veranstaltet wurde die Schulung von der Kreisbrandinspektion Rottal-Inn, fachlich organisiert durch Fach-KBM Heiko Schedlbauer. Ziel war es, Einsatzkräfte im sicheren und effektiven Umgang mit dem Gefahrstoff Propan (Flüssiggas unter Druck) zu schulen - einem Stoff, mit dem die Feuerwehren des Landkreises jährlich bei Einsätzen konfrontiert werden.
Ein besonderes Augenmerk lag auf der praktischen Darstellung möglicher Gefahrensituationen. In realitätsnahen Versuchen konnten die Teilnehmer erleben, wie sich Propan in unterschiedlichen Szenarien verhält. Ein weit verbreiteter Mythos - dass Gasflaschen explodieren könnten, wenn das Gas zu langsam austritt und "eingesaugt" wird - wurde fachlich fundiert entkräftet. "Das kann nicht passieren, da die Austrittsgeschwindigkeit von Propan aus einer Gasflasche immer höher ist als die Verbrennungsgeschwindigkeit", erklärte Uwe Swarowsky. Alle drei Schulungseinheiten waren sehr gut besucht. Der lebendige Vortrag, kombiniert mit der praxisnahen Vorführung, sorgte für große Aufmerksamkeit und vermittelte den Feuerwehrkräften wertvolles Wissen für den Ernstfall.
Am Samstag, den 13.09.2025, fand eine Schulung zum Thema "Großtierrettung" bei der Feuerwehr Burghausen statt. Zu Gast war die Feuerwehr Pöring, die seit vielen Jahren als absolute Spezialisten im Bereich der Großtierrettung gilt. Die Feuerwehr Pöring wird immer dann zu Hilfe gerufen, wenn die Ausrüstung und Fachkenntnisse der örtlichen Feuerwehren an ihre Grenzen stoßen.
Anschließend folgte ein praktischer Teil, in dem die Ausrüstung der Feuerwehr Pöring im Detail betrachtet und die ersten praktischen Erfahrungen gesammelt werden konnten. Die Teilnehmer lernten wichtige Handgriffe, die im Einsatzfall erforderlich sind, um Tiere sicher zu retten. Dabei wurde besonderer Wert auf die präzise Handhabung der Geräte und die richtige Technik gelegt.
Organisiert wurde die Schulung durch den Kreisfeuerwehrverband Altötting unter der Leitung von Kreisbrandinspektor Andreas Spindler. Vom Landkreis Rottal-Inn nahmen sechs Mitglieder unter der Führung von Fach-Kreisbrandmeister Heiko Schedlbauer teil. Die Schulung wurde zudem von Dr. Eisenreich, einer Tierärztin mit jahrelanger Erfahrung in der Großtierrettung, durchgeführt. Sie steht nicht nur als Ausbilderin zur Verfügung, sondern kommt auch selbst bei Einsätzen vor Ort, um eine fachgerechte medizinische Versorgung der geretteten Tiere sicherzustellen.