Wichtiges Symbol in der kriegerischen Zeit

Übergabe des Friedenslichtes aus Bethlehem an die Feuerwehrjugend Grenzüberschreitende Aktion

20150120006Simbach. Seit 14 Jahren gibt es die grenzüberschreitende Friedenslichtaktion zwischen der Feuerwehrjugend aus dem Bezirk Braunau und dem Landkreis Rottal- Inn. In diesem Jahr wurde am Samstagabend das Friedenslicht von Janine Dürnberger aus der Feuerwehr St. Peter am Hart und ihrer Kollegin Andrea Gattermaier von der Feuerwehr aus Rödham in der Simbacher Stadtpfarrkirche an zwei Mitglieder der Jugendfeuerwehr aus Massing überreicht. Dominik Kutschik und Anton Hirschberger nahmen das Licht in Empfang und verteilten es anschließend weiter.

 

Zuvor schon versammelten sich Abordnungen der Feuerwehrjugend aus dem ganzen Landkreis und dem Nachbarbezirk auf dem Kirchenplatz. Laut Bezirks –jugendbetreuer Erwin Dürnberger aus Uttendorf waren 30 Jugendgruppen aus dem Abschnitt Braunau und Mauerkirchen nach Simbach gekommen. Es war ein imposantes Bild, das die vielen Jugendlichen mit ihren angezündeten Fackeln auf dem Kirchenplatz boten.

Behutsam wurde das Licht aus Bethlehem von den beiden Überbringern in die Stadtpfarrkirche befördert. Seit 1986 gibt es die Aktion, Die im Landesstudio Oberösterreich des ORF in Linz als „neuer Weihnachtsbrauch“ initiiert wurde. Besonders nach der politischen Wende und Überwindung der Grenzen Ost-europas wurde das Friedenslicht begeistert aufgenommen. Gilt das Licht doch als Symbol für Frieden, Toleranz, Solidarität und nicht zuletzt als Zeichen einer guten Nachbarschaft und Freundschaft. In diesen Jahr wurde das Friedenslicht von den neunjährigen Titzian Ronacher aus Linz in der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündet. Zusammen mit seiner Mutter Gudrun und rund 100 Pilgern war er nach Israel gereist. Mit dabei auch eine Wirtschaftsdelegation und Landeshauptmann Josef Pühringer, der die aufflackernde Flamme als ein Zeichen sah, sich für den Frieden einzusetzen. Mittlerweile wird das abgeholte Licht in mehr als 30 europäischen Ländern verteilt.

Simbachs Bürgermeister Klaus Schmid erinnerte in seinen Grußworten an das Motto der Aktion “Friede sei mit dir- Schalom- Salam“ , das als Zeichen eines interreligiösen Dialogs zu verstehen sei. „ In diesem Jahr, so glaube ich, ist diese Aktion wichtiger als je zuvor. Die Hoffnung auf weltweiten Frieden und Völker- verständigung ist so alt wie die Menschheit und bis heute eine Vision“. Mit Besorgnis betrachtete Schmid die weltpolitische Lage und sprach sein Entsetzen und Mitgefühl allen unmittelbar Betroffenen aus, die durch Krisen und Konflikten viel Leid und Brutalität erfahren.“ All diese  Kämpfe und Nöte machen einen erst so richtig bewusst, wie gut wir es eigentlich haben“. Wir leben in Frieden und Freiheit, das Grundeinkommen ist gesichert und der Aufschwung der letzten Jahre ist vielen zugute  gekommen“, freute sich Schmid.

Bereits zuvor bezeichnete stellvertretender Landrat Helmuth Lugeder es als einen großen Tag für die jungen Feuerwehrleute, wenn das Friedenslicht in den Landkreis Rottal- Inn kommt:“ Mit diesem Licht bringt ihr auch ein Symbol für den Wunsch nach Frieden, hier bei uns und in der ganzen Welt. Gerade weil es in vielen Ländern im Augenblick kriegerische Auseinandersetzungen gibt, freut uns eure Aktion ganz besonders. Denn mit dem Friedenslicht zeigt ihr, dass euch Frieden wichtig ist und ihr euch für den Frieden einsetzt.

Mit der Weihnachtsgeschichte“ Das Weihnachtslicht“ von Christiane Götter verdeutlichte Braunaus Bürgermeister Johannes Waidbacher die Veränderung an Weihnachten. Stehe doch heute bei vielen Bürgern das Schenken im Vordergrund und nicht mehr der Zauber, den Weihnachten im Laufe der Zeit verloren habe.

Zu Beginn der Feierlichkeiten konnte Kreisjugendfeuerwehrwart Gerhard Schreiner in der vollbesetzten Pfarrkirche St. Marien neben den zahlreichen Ehrengästen auch über 600 Mitglieder der Feuerwehren begrüßen. Mit dabei waren auch MdL Reserl Sem, Simbachs ehemaliger Bürgermeister Günther Wöhl und Bezirksfeuerwehrkommandant Josef Kaiser aus Schwand. Der Gottesdienst in der Kirche wurde von Prälat Alois Messerer in Konzelebration mit Monsignore Stefan Hofer aus Braunau gestaltet und von Monika Leitl an der Orgel musikalisch umrahmt.

                                                                   Von Walter Geiring PNP 22.12.2014

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