18. Frauentreffen in Voglarn

20130228001Die Damen sind bei den Feuerwehren in Rottal-Inn stark im Kommen. Das zeigte das Treffen der Feuerwehrfrauen in den Räumen der FFW Voglarn.
"Wir haben unter Beweis gestellt, dass auch wir Frauen unsere Frau im Einsatz stehen", sagte Andrea Fürstberger überzeugt. Die Frauenbeauftragte des Kreisfeuerwehrverbandes zeichnete ein durchwegs positives Bild. Kein Wunder. Auch 2012 ist die Zahl der weiblichen Mitglieder - anders als bei den männlichen Kollegen - bei den Wehren im Landkreis gestiegen, und zwar um 4,5 Prozent auf 661- davon 449 Frauen und 212 Mädchen.

Damit beträgt der Anteil an den Mitgliedern derzeit 8,3 Prozent. "Der Zuwachs ist vor allem den ganz Jungen zu verdanken", so Fürstberger.
Mittlerweile seien 25 Prozent der Angehörigen der Feuerwehrjugend Mädchen.
Nach ihren Angaben haben 106 von 128 Wehren des Landkreises Frauen in ihren Reihen. So sind
derzeit bei den weiblichen Aktiven 19 Atemschutzträgerinnen, sieben Maschinistinnen, zwölf Jugendwartinnen, eine Schiedsrichterin und eine zweite Vorsitzende vertreten. "Leider gibt es noch keine Kommandantin", meinte Fürstberger. Sie hoffe, dass sich dieser Traum noch während ihrer aktiven Zeit erfüllen wird und auch die restlichen 22 Wehren bald Frauen als Mitglieder haben.
Sie gab einen Rückblick darauf, was sich in den letzten zwölf Monaten getan hat. Unter anderem nannte sie den Motorsägenlehrgang für Feuerwehrfrauen. Fürstberger selbst hatte 50 Termine wahrgenommen. Positiv sei ihr Anliegen aufgenommen worden, die Frauen und Mädchen der 106 Wehren besser kennen zu lernen. Für die Unterstützung bedankte sie sich bei ihren Stellvertreterinnen Christiane Dicklberger und Rosmarie Pfaffinger.
In einem Vortrag sprachen dann Rainer Hois und Ottmar Zwiefelhofer, beide Ermittler bei der Pfarrkirchner Polizeiinspektion, über Drogen als "gesamtgesellschaftliches Problem". Da Abhängige immense Summen benötigen, um ihre Sucht zu finanzieren, sei die Beschaffungskriminalität eines der größten Probleme. Mit drastischen Bildern zeigte die Polizeibeamten, welche Folgen der Konsum von Marihuana, Ecstasy, Heroin oder "Crystal Speed" habe.
Landrat Michael Fahmüller unterstrich in seinem Grußwort, wie wichtig die Frauen für die Zukunft der Feuerwehren seien. Und auch MdL Reserl Sem betonte deren Bedeutung: "Für die 24 991 Feuerwehrfrauen Bayerns müsste ein roter Teppich ausgerollt werden." Für Kreisbrandinspektor Helmut Niederhauser steht fest: "Ihr tragt euren Teil dazu bei, dass Feuerwehren Leben retten."
Über den Besuch der Feuerwehrfrauen in der Marktgemeinde freuten sich Trifterns Bürgermeister
Walter Czech und Voglarns FFW-Kommandant Otto Weigl.

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